Onlinedienste sollten die Anzahl und Arten behördlicher Anfragen, die sie erhalten, veröffentlichen und Nutzer benachrichtigen dürfen, wenn Auskünfte über sie eingeholt werden. Transparenz dieser Art hilft Nutzern, Vorfälle und Muster behördlicher Übergriffe besser zu verstehen und darauf zu reagieren. Wir werden weiterhin detaillierte Informationen über diese Anforderungen veröffentlichen und uns für das Recht auf die umfassendere Bereitstellung dieser Informationen einsetzen.
Offenheit über die Anzahl der eingehenden Auskunftsanfragen
Wir sind der Meinung, dass wir die genaue Anzahl der eingegangenen Datenanfragen durch die Regierung, die zu deren Rechtfertigung angewandten Gesetze und die Anzahl der betroffenen Konten melden sollten. Deshalb veröffentlichen wir diese Informationen (soweit gesetzlich zulässig) in unserem Transparenzbericht. Unser Transparenzbericht listet die Anzahl der Gerichtsbeschlüsse, Auskunftsersuchen, rechtlichen Anordnungen und behördlichen Löschungsaufforderungen, die wir erhalten haben, sowie unsere Antworten darauf, auf. Wir geben auch so viele Details zu Anfragen bezüglich der nationalen Sicherheit der USA an, wie uns das Gesetz erlaubt. Leider kann unser Bericht derzeit nicht die genaue Anzahl an Anfragen, die wir erhalten, angeben – falls Anfragen überhaupt vorliegen. Wir haben die Gerichte und die Regierung aufgefordert, Diensten wie Dropbox zu gestatten, die genaue Anzahl der nationalen Sicherheitsanfragen und die Anzahl der betroffenen Konten bekannt zu geben. Wir engagieren uns dahingehend und werden an dieser Front weiter kämpfen.
Benachrichtigung der Nutzer, über die Auskünfte angefordert werden
Wir halten es für wichtig, unsere Nutzer zu benachrichtigen, wenn eine Behörde ihre Daten anfordert, und haben dies auch vor Gericht durchgesetzt. Allerdings enthalten behördliche Anfragen häufig eine gerichtlich angeordnete Geheimhaltungsverfügung, die es uns untersagt, den betroffenen Nutzer zu benachrichtigen. In vielen Fällen, in denen wir eine Geheimhaltungsverfügung erhalten, können wir den Nutzer benachrichtigen, sobald diese abgelaufen ist. Dropbox verpflichtet sich außerdem, den USA FREEDOM Act einzuhalten. Dadurch wird sichergestellt, dass Gerichte die Möglichkeit haben, die Geheimhaltungsverpflichtungen für alle National Security Letters, die wir erhalten, zu überprüfen. Wir sind der Ansicht, dass Dienste wie Dropbox stets die Möglichkeit haben sollten, betroffene Nutzer zu benachrichtigen, und werden uns weiterhin für dieses wichtige Ziel einsetzen.